Nitrosativer Stress als Auslöser für Burnout

Nicht mehr zu bewältigender chronischer Stress gilt als Auslöser eines Burnouts. Dessen Entwicklung geschieht schleichend. Auch wenn die Ursachen nicht bei jedem gleich sind, ist nitrosativer Stress ein gemeinsamer Faktor. Bei Dauerstress verbraucht der Körper massiv Vitalstoffe. Es kommt dadurch zu Mangelzuständen auf der Zellebene. Gesunde Ernährung wird oftmals vernachlässigt. Es kommt zum nitrosativen Stress, der durch Nitrosamine in Lebensmitteln noch vergrößert wird. Obwohl unser Organismus mit Stress umgehen kann, kann er Dauerstress nicht standhalten.

Ausgebrannt und chronisch erschöpft

Die Zellenergie wird durch nitrosativen Stress gemindert. Die Mitochondrien, die als Energiekraftwerk in den Zellen tätig sind, können keine ausreichende Sauerstoffverarbeitung mehr gewährleisten. Das macht sich auf der Energie-Ebene bemerkbar. Es kommt zu den typischen Anzeichen eines Burnout. Man fühlt sich ständig erschöpft und ausgebrannt. Erholung gelingt trotz aller Anstrengungen nicht mehr. Das Gefährliche daran ist, dass der nitrosative Stress jede Zelle erfasst. Das macht auf Dauer auch körperlich krank.

Ohne die Ursachen des Burnouts im nitrosativen Stress und in einer Mitochondropathie zu erkennen, behandelt man einseitig. Mit Psychopharmaka, Antidepressiva oder Psychotherapie allein kann man hier nichts ausrichten. Solange die entstandenen Stoffwechselprobleme und Mangelzustände nicht therapiert werden, kann sich der gestresste Organismus nicht erholen. Er muss auch auf der zellulären Ebene wieder ins Lot gebracht werden. Die ausreichende Zufuhr von Vitalstoffen und Antioxidantien ist unabdingbar, wenn eine Mitochondropathie als Mitauslöser des Burnouts gegeben ist. Oxidativer oder nitrosativer Stress lösen einen Überschuss an sogenannten Freien Radikalen aus, die zahlreiche Vorgänge im Organismus blockieren oder Schädigungen an Organen verursachen können. Das Resultat ist ein eklatanter Einbruch in der Leistungskurve.

Umkehr zur Gesundung

Geht man davon aus, dass die Strecke bis zum Burnout mit erhöhtem Verbrauch von Vitalstoffen, Vitamin B12 Mangel und oxidativem Stress gepflastert ist, können Antioxidantien als begleitende therapeutische Maßnahme gegen die Übermacht der Freien Radikale sinnvoll sein. Es ist beim Burnout nicht nur die psychische Grenze der Belastbarkeit erreicht. Der Energiemangel manifestiert sich bis in die Zellebene hinein. Sämtliche Regelkreise sind vom Dauerstress betroffen, auch das Immunsystem leidet. Eine Stressreaktion im Körper triggert die nächste. Aus diesem Teufelskreis finden die Betroffenen ohne Behandlung keinen Ausgang mehr.

Ist es durch den Dauerstress bereits zu einer Mitochondropathie gekommen, ist das Erschöpfungssyndrom nicht mehr aufzuhalten. Reversibel ist dieser Prozess durch Verabreichung der Aminosäure Methionin, außerdem müssen Folsäure, die Vitamine B6 und B12 und Zink verabreicht werden. Selbstverständlich muss man einen so entstandenen Burnout nicht nur auf der Zellebene behandeln, sondern auch auf allen anderen Ebenen. Das Ausbrennen ist immerhin durch ein Konglomerat an Auslösern entstanden. Dauerstress, Überlastungsgefühle, Ernährungsfehler, Umweltbelastungen, ein Calciumüberschuss und Mangelzustände auf anderer Ebene, Bewegungsmangel und aus dem Gleis laufende Verarbeitungsprozesse im Organismus haben sich aufgeschaukelt. Mit ein paar Tagen Ausruhen und gesundem Essen ist es nicht getan.

Energie tanken gegen den Burnout

Um den Energiepegel hochzufahren, müssen verbrauchte Energieressourcen wieder aufgefüllt werden. Ein Burnout geschieht, wenn dem gestressten Organismus keine Reserven mehr zur Verfügung stehen, um weiterzumachen. Hormonelle Dysbalancen, Mineralstoffmangel, Entgiftungsprobleme und Vitamindefizite geben sich die Klinke in die Hand. Ohne hochwertige Nahrungsergänzung wird man solche gravierenden Probleme kaum in den Griff bekommen. Die ausreichende Zufuhr von Magnesium, Taurin, Coenzym Q 10, Alpha-Liponsäure, Omega–3–Fettsäure, Glutathion, B-Vitaminen, Resveratrol und Vitamin C kann der entgleiste Organismus seine Arbeit nicht leisten. Gegebenenfalls sind gezielte Entgiftungsmaßnahmen oder Infusionen sinnvoll. Auch die Darmgesundheit muss wieder hergestellt werden, da sie für die Arbeit des Immunsystems unerlässlich ist.

Über den Autor: Dirk Mohs, Jahrgang 1967, erlitt im Jahr 2008 einen Burnout.
Er veröffentlicht regelmäßig Hinweise zur Burnoutprävention und -behandlung auf seinem Blog unter http://www.burn-out-erholung.com.

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