Grippaler Infekt: Symptome, Ursachen, Behandlung

Ein grippaler Infekt ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Infektionskrankheit der Schleimhäute in der Nase, im Hals und in den Bronchien. Oftmals wird der grippale Infekt auch als Erkältung bezeichnet. Diese Infektionskrankheit wird in der Regel durch Viren verursacht, in einigen Fällen kann jedoch auch eine zusätzliche Infektion durch Bakterien bestehen.

Grippaler Infekt: Symptome

In der Regel kann ein grippaler Infekt Symptome hervorrufen, die von Halsschmerzen und Schnupfen bis hin zu Husten reichen. In vielen Fällen werden diese Symptome durch Kopf- und Gliederschmerzen und manchmal auch von Fieber begleitet.

Nicht bei jedem grippalen Infekt treten alle Symptome auf, in vielen Fällen kommt es nur zu einem Teil der möglichen Krankheitserscheinungen. In der Regel treten zuerst Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auf und es kommt zu einem leichten Frösteln bei den Patienten.

Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zu einer Entzündung der Nasenschleimhäute (Schnupfen), zu einem stark erhöhten Niesreiz und zu einem erhöhten Kopfdruck. In der Endphase des Krankheitsverlaufs entwickelt sich in der Regel ­ein trockener Reizhusten.

Normalerweise dauert die Erkrankung etwa eine Woche, in manchen Fällen bleibt die Krankheit jedoch bis zu zwei Wochen bestehen. Manchmal kann es im Laufe des grippalen Infekts zu Komplikationen kommen, wie beispielsweise einer Mittelohrentzündung oder einer Lungenentzündung.

Der grippale Infekt ist deutlich von der echten Grippe zu unterscheiden, bei der die Symptome zwar ähnlich sind, die jedoch deutlich schwerer verläuft und bei Personen mit schwachem Immunsystem auch tödlich verlaufen kann.

Die Auslöser des grippalen Infekts

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass der grippale Infekt durch die Einwirkung von Kälte entsteht. Aus diesem vermeintlichen Zusammenhang entstand auch die alternative Bezeichnung Erkältung.

Bereits seit mehreren Jahrzehnten versuchen die Forscher, den Zusammenhang zwischen dem grippalen Infekt und der Kälteeinwirkung zu erforschen, ohne dass bislang ein endgültiges Ergebnis ermittelt werden konnte. Doch gehen die meisten Ärzte mittlerweile davon aus, dass die Kälte zumindest nicht direkt den grippalen Infekt verursacht. Jedoch führt die Kälte dazu, dass sich die Menschen vermehrt in größeren Gruppen im Inneren beheizter Gebäude aufhalten, was das Übertragungsrisiko erhöht. Außerdem wird durch die Kälte die Nasensekretproduktion erhöht, was ein häufiger Ansteckungsweg ist.

Ein weiterer Grund, weshalb die Kälte einen Einfluss auf die Übertragung haben könnte, ist die Austrocknung der Schleimhäute. Da die kalte Luft deutlich trockener ist, trocknen auch die Schleimhäute aus, was sie anfälliger gegenüber Entzündungen macht. Die Krankheit selbst wird jedoch von etwa 200 verschiedenen Viren verursacht, die durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden.

Der grippale Infekt kann auch auftreten, wenn keine Unterkühlung stattfand, genauso wie eine Unterkühlung auch nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung führt. Besonders anfällig gegenüber der Erkältung sind Kleinkinder.

Der grippale Infekt ist die häufigste Erkrankung in Deutschland. Jeder Erwachsene erkrankt im Durchschnitt zwei bis dreimal pro Jahr an einem grippalen Infekt, bei Kleinkindern gelten vier bis neun Erkrankungen pro Jahr als normal.

Vorbeugemaßnahmen und Therapiemöglichkeiten

Eine Impfung gegen den grippalen Infekt ist nicht möglich. Die Wirksamkeit von Hausmitteln wie die stark erhöhte Einnahme von Vitamin C konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Die einzige Möglichkeit, der Erkältung vorzubeugen, besteht darin, den Kontakt zu erkrankten Personen zu vermeiden. Insbesondere in geschlossenen beheizten Räumen ist die Übertragung besonders wahrscheinlich.

Außerdem ist es wichtig, das Immunsystem im Allgemeinen zu stärken. Gesunde Ernährung, Ausdauersport, ein stressfreier Tagesablauf, ausreichend Schlaf und Saunieren sind gute Möglichkeiten, um das Immunsystem zu stärken und so auch dem grippalen Infekt vorzubeugen.

Auch die direkten Therapiemöglichkeiten sind begrenzt. Die Krankheitserreger selbst werden nicht behandelt, es sei denn, es tritt parallel eine bakteriell verursachte Infektion auf. Der Körper sollte durch viel Ruhe gestärkt werden und es ist möglich, die Symptome zu lindern. Inhalieren oder Gurgeln kann die Schleimhäute befeuchten und so für Linderung sorgen. Nasensprays können die Entzündung der Nasenschleimhäute mildern. Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure können die Symptome bekämpfen und gegebenenfalls das Fieber senken.

Allerdings führen diese Medikamente dazu, dass es der erkrankten Person bereits schnell besser geht, sodass diese, anstatt die Erkrankung in Ruhe ausheilen zu lassen, bereits zu früh wieder ihren gewöhnlichen Tätigkeiten nachgehen.

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