Aneurysma – was steckt hinter dieser Krankheit?

Aneurysma? Davon hab ich schon einmal gehört! Doch die Wenigsten, die von einem Aneurysma sprechen, verstehen auch wirklich den Sachverhalt, der dahinter steckt. Die wichtigste Frage, die sich die meisten Leute stellen, sollten sie mit diesem Begriff konfrontiert werden ist: „Kann mir das auch passieren?“ Hier wollen wir das Thema „Aneurysma“ etwas näher beleuchten.

Aneurysma, was ist das eigentlich?

Was ist ein Aneurysma?

Ein Aneurysma ist in seiner einfachsten Form kurz als Arterienerweiterung zu bezeichnen.

Ein Aneurysma ist in seiner einfachsten Form kurz als Arterienerweiterung zu bezeichnen, bei der eine örtlich begrenzte Erweiterung einer Arterie vorliegt. Von dieser Erweiterung betroffen ist meist die Bauchaorta (Bauchaortenaneurysma). In über neunzig Prozent der Fälle findet diese Arterienerweiterung im unteren Bereich der Hauptschlagader statt. Aneurysmen in der oberen Hauptschlagader, das heißt im Bereich der Brust-Aorta oder den Hirngefäßen, sind eher selten.

Das Aneurysma wird durch den Begriff „Aussackung“ am besten charakterisiert. Durch diese „Aussackung“ vergrößert sich die Arterie um mehr als das Doppelte ihrer eigentlichen Form. Das Gefährliche an dieser Vergrößerung ist, dass sich die Wandspannung und somit vor allem die Gefahr einer Ruptur (Gefäßriss), um ein vielfaches erhöht. Tritt eine Ruptur ein, so kann es zu einer inneren Blutung kommen, sogar zu einem inneren Verbluten, ausgelöst durch den hohen Blutverlust.

Welche Faktoren spielen für die Entstehung eines Aneurysmas eine Rolle?

Ein Aneurysma kann aufgrund der verschiedensten Faktoren eintreten. Die Gefäßwand ist häufig durch Verletzungen oder Krankheiten beeinträchtigt, wie zum Beispiel nach einer Arteriosklerose. Bei einem Aneurysma kann es sich jedoch auch um eine angeborene Fehlbildung handeln oder die Gefäßerweiterung kann mit Bindegewebsstörungen zusammenhängen. Auch bakterielle Infektionen, wie Tuberkulose oder Syphilis, können manchmal der Auslöser für ein Aneurysma sein. Vor allem ein Herzinfarkt erhöht das Risiko eines Aneurysmas der Herzwand.

Aneurysma-Risikofaktoren

Natürlich kann man, wenn man seinen Körper gesund und fit hält, mögliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder einen hohen Cholesterinspiegel ausblenden. Auch das Vermeiden von Rauchen senkt das Risiko auf ein Aneurysma. Das Risiko für die Entstehung eines Aneurysmas ist bei einer Frau geringer als bei einem Mann. Das Erkrankungsrisiko steigt allgemein mit zunehmendem Alter. Zudem kann auch eine erbliche Veranlagung bestehen.

Wie merkt man, dass man ein Aneurysma hat und was kann man dagegen tun?

Mögliche Anzeichen und Symptome bei einem Aneurysma
In den meisten Fällen bemerkt man ein Aneurysma erst dann, wenn die Erweiterung schon so stark fortgeschritten ist, dass sie auf andere Organe drückt und Schmerzen verursacht. Symptome, die auf ein Bauchaorten-Aneurysma hindeuten können, sind Schmerzen im Bereich des Unterbauchs und im Rücken, die sich bis hinein in die Beine erstrecken. Ein weiteres mögliches Anzeichen eines Bauchaorten-Aneurysmas ist ein verstärkter Harndrang.

Ein Aneurysma im Brustraum kann Atem- und Schluckbeschwerden sowie Heiserkeit und Husten hervorrufen. Bei einem Aneurysma der Gehirnarterie treten starke Gesichts- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit auf. Sollte es zu einer lebensbedrohlichen Ruptur kommen, bemerkt das der Patient in jedem Falle. Es droht ein Kreislaufschock und der Patient befindet sich in Lebensgefahr.

Aneurysma-Behandlung je nach Ausprägung unterschiedlich

Je nach Eigenart und Ausprägung gibt es bei Aneurysmen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Ist das Aneurysma von der Größe her unerheblich und es treten keine Beschwerden auf, so bedarf es in erster Linie einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolle, um einer Vergrößerung der Gefäßerweiterung vorzubeugen, damit es nicht zu einer Ruptur kommt. Des Weiteren besteht der Zweck einer Therapie darin, die Risikofaktoren einzudämmen und z. B. durch blutdrucksenkende Maßnahmen und einer gesundheitsbewussten Lebensweise den Ursachen der Erkrankung entgegenzuwirken.

Ist das Aneurysma jedoch sehr groß und verursacht Beschwerden, muss ein operativer Eingriff erfolgen. Bei diesem wird die Gefäßaussackung entfernt und durch eine Kunststoffprothese ersetzt.

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