Tipps für schöne Winterhaut

Im Winter muss die Haut einiges aushalten.

Hautpflege im Winter

Im Winter braucht die Haut besondere Pflege – Foto: Vitaly Valua / 123rf.com

Klirrende Kälte und eisiger Wind im Freien, trockene Heizungsluft in den Innenräumen – das sind zur kalten Jahreszeit die größten Widersacher der Haut. Die eisige Winterluft entzieht der Haut Feuchtigkeit, die geringe Luftfeuchtigkeit in den beheizten Räumen trocknet sie weiter aus. Das schwächt den Eigenschutz der Haut. Ist die natürliche Barrierefunktion gestört, dann sind rissige Hände, spröde Lippen oder trockene Schienbeine die Folge. Mit etwas Voraussicht und der richtigen Pflege lässt sich dem aber gegensteuern.

Cremen – aber richtig

Im Sommer reicht der Haut eine leichte Lotion. Diese besteht hauptsächlich aus Wasser und enthält kaum Fett. Im Winter braucht die Haut dagegen eine fetthaltigere Creme, um nicht auszutrocknen. Sinnvoll sind Produkte, die Urea enthalten. Urea ist ein Harnstoff, der so bereits in der Haut vorkommt. Eine Creme mit geringer Urea-Konzentration hilft der Haut, Feuchtigkeit zu binden. In höherer Konzentration mindert sie Schuppen, die bei trockener Haut häufig entstehen. Dann können auch die tiefer liegenden Hautschichten wieder mit Nährstoffen versorgt werden. Urea-Cremes mit hoher Konzentration sind vor allem für stark beanspruchte Körperpartien sowie Hände und Füße gedacht.

Wenn eine Creme als Pflege nicht ausreicht, kann zusätzlich morgens und abends ein Hautöl aufgetragen werden. So sorgt Kokosöl für ein seidiges Hautgefühl, während Jojoba- und Nachtkerzenöl strapazierte Haut wieder beruhigen.

Zu langes Duschen und Baden schadet der Haut

Um der Haut keine zusätzliche Feuchtigkeit zu entziehen, sollte auf ausgiebige Bäder und langes Duschen verzichtet werden. Duschen ist hautschonender als Baden. So verlockend es auch sein mag: Das Bad in der heißen Wanne sollte die Ausnahme bleiben. Wer dennoch baden möchte, sollte zumindest hautfreundliche Badezusätze nutzen. Schaumbäder hingegen trocknen die Haut aus, ein rückfettendes Ölbad ist die bessere Alternative. Ein Ölbad wirkt wohltuend und sorgt für ein weiches und geschmeidiges Hautgefühl. Nicht länger als 15 Minuten, nicht wärmer als 35 Grad – das sind die Richtlinien für hautfreundliches Baden. Und selbst das Duschen muss im Winter nicht täglich sein. Mitunter reicht es, nur die Körperzonen mit einem Waschlappen zu reinigen, die Schweiß bilden.

Feuchtigkeit – von innen und außen

Mangelende Luftfeuchtigkeit ist ein großes Problem für die Haut im Winter. Auf die Außentemperaturen hat niemand Einfluss, in den Innenräumen kann jedoch nachgeholfen werden. Ein Luftbefeuchter und regelmäßiges Lüften zu Hause und auf Arbeit erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum. Die Haut bleibt so länger geschmeidig. Eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent gilt als ideal. Mit Feuchtigkeit will die Haut aber auch von innen versorgt werden. Ausreichend Trinken ist eine bewährte Lösung für schöne Winterhaut. Die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen bedeutet allerdings nicht, ständig die Lippen mit der Zunge zu befeuchten. Das bewirkt das Gegenteil: Die schützende Schicht wird quasi abgeleckt, die Lippen werden spröde und rissig. Gelegentliches Eincremen mit einem Lippenpflegestift verspricht mehr Erfolg. Eine nährende Lippenpflege lässt sich mit Bienenwachs gut selbst herstellen.

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