Abwehr stärken, Schniefnase verhindern

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Doch man muss nicht jeden Infekt mitnehmen, denn das Immunsystem lässt sich trainieren und abhärten. Mit einer starken Abwehr haben Krankheitserreger keine Chance. Doch welche Möglichkeiten gibt es, das Immunsystem fit zu machen?

Mikronährstoffe – Polizei für den Körper

Ein bewährtes Mittel für ein starkes Immunsystem ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Nur wer seinem Körper über die Nahrung genügend Mikronährstoffe zuführt, bleibt dauerhaft gesund. Für ein funktionierendes Immunsystem sind folgende Vitamine essenziell:

  • Vitamin C: Es fängt die freien Radikale ab, bevor sie die Zellen beschädigen. Die Infektdauer wird durch dieses Vitamin reduziert und die Erkältungssymptome gemindert.
  • Vitamin A: Trockene Schleimhäute sind ein Einfallstor für Viren. Vitamin A hält die Schleimhäute feucht und verhindert so das Eindringen der Schädlinge.
  • Vitamin B6: Es ist verantwortlich für die Aktivierung der Abwehrzellen. Außerdem regt es die Produktion von Botenstoffen im Immunsystem an.
  • Vitamin E: Es schützt ebenso wie das Vitamin C vor freien Radikalen. Zusätzlich lässt es die Abwehrzellen optimal heranwachsen.

Neben den Vitaminen erfüllen die Spurenelemente Eisen, Zink und Kupfer wichtige Funktionen für das Immunsystem. Mit einer ausgewogenen Mischkost erreicht man eine gute Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Spezielle Diäten oder Vitaminpräparate sind überflüssig, wenn man täglich Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie Hülsenfrüchte und Nüsse zu sich nimmt. Anregungen für gesunde Herbst-Rezepte liefert die Seite Projekt: Gesund leben. Eine besondere Rolle im Zusammenhang zwischen Immunsystem und Ernährung kommt den Probiotika zu. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die im Darm angesiedelt sind. Dort produzieren sie Milchsäure und sorgen so für eine gesunde Darmflora. Diese ist für ein starkes Immunsystem äußerst wichtig. Keineswegs muss man extra Lebensmittel kaufen, denen Probiotika künstlich zugesetzt wurden. In Milchprodukten wie Käse, Kefir oder Joghurt sind von Natur aus probiotische Stämme vorhanden. Wichtig ist, dass der Joghurt nicht wärmebehandelt wurde. Auch Sauerkraut enthält Probiotika. Wer mit Probiotika sein Immunsystem stärken möchte, muss diese täglich zu sich nehmen, denn die Stämme bleiben nur für kurze Zeit im Darm.

Sport – Trainer fürs Immunsystem

Sport wirkt sich positiv auf die Abwehrkräfte aus. Moderates Ausdauertraining stimuliert das Immunsystem. Schwimmen, Radfahren oder Joggen sollten zwei bis drei Mal die Woche auf dem Plan stehen. Wer sich traut, kann es mit Inlineskaten oder im Winter mit Ski fahren versuchen. Positive Effekte lassen sich auch mit einem leichten Krafttraining erzielen. Aktive Muskeln machen gesund und stärken so das Immunsystem. Man sollte darauf achten, alle Muskelgruppen zu trainieren. Dies gelingt am besten mit einem Zirkeltraining. Eine Anleitung gibt es auf hammer.de, wo außerdem weitere Tipps zur Stärkung der körpereigenen Abwehr gegeben werden.

Sauna und Kneipp für gute Durchblutung

Neben einer gesunden Ernährung und regelmäßigem Sport gibt es noch weitere Maßnahmen, die das Immunsystem unterstützen. Dazu gehören gelegentliche Saunagänge und Kneippbehandlungen. Beides trainiert die Wärmeregulation. Durch den Wechsel von heiß auf kalt lernt der Körper, die Schleimhäute entsprechend der Umgebungstemperatur stärker oder schwächer zu durchbluten. Zwar macht Kälte direkt nicht krank, doch führt sie dazu, dass die Schleimhäute weniger durchblutet werden. Durch Saunieren und Kneippen kommen die Schleimhäute besser mit kalten Temperaturen zurecht. Bei welchen Anzeichen man nicht in die Sauna gehen sollte, erklärt die Apotheken-Umschau.

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